Geschichte

Kirche Schlieren<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>pfarrei-schlieren.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>2</div><div class='bid' style='display:none;'>49</div><div class='usr' style='display:none;'>4</div>

Kirche Schlieren

Erste Schritte
Die Katholiken des oberen Limmattals und somit auch von Schlieren gehörten anfangs des 20. Jahrhunderts zur Pfarrei Altstetten. Im Jahre 1907 erwarb der Altstetter Pfarrer Gubser in Schlieren einen Bauplatz für eine Kirche für 2000 Franken. Erst 1914 stand aber das erste Baugespann für eine katholische Kirche. Doch infolge der kriegerischen Ereignisse in Europa mussten auch in der Schweiz viele Projekte zurückgestellt oder annulliert werden, so auch in Schlieren.
Weg in die Selbständigkeit
1920 trat dann die Wende für eine selbständige Pfarrei Schlieren ein. Die finanziellen und technischen Vorbedingungen waren so weit gediehen, dass Bischof Georgius von Chur im Frühjahr 1923 das Kirchenbauprojekt am Dammweg genehmigte. Der Kirchenbau gedieh und die Kirche St. Josef konnte am 13. Dezember 1923 eingeweiht werden. Drei Tage zuvor war die Abtrennung der Pfarrei Schlieren von Altstetten erfolgt, mit Dekret des bischöflichen Ordinariats in Chur vom 27. Dezember 1923. Gleichzeitig wurden die Katholiken von Urdorf, Ober- und Unterengstringen und Weiningen der neuen Pfarrei Schlieren zugeteilt.
Das neue Kirchengesetz
Ein Meilenstein der Schweizer Kirchengeschichte war der 7. Juli 1963. An diesem Tag stimmte das Zürcher Volk dem neuen Kirchengesetz zu. Damit erhielten auch die Katholiken eine gesetzliche Anerkennung im reformierten Kanton Zürich und die Steuerhoheit analog zur reformierten Kirche.
Seit dem Katholikentag vom März 1951 war dies eine ständige Forderung gewesen. Die Bestimmungen traten am 1. Januar 1964 in Kraft und die Kirchgemeinde Schlieren erhob 11 Prozent Steuern.
Mitte der fünfziger Jahre begann die Abspaltung der umliegenden Gemeinden von Schlieren. Zuerst Urdorf dann Oberengstringen und schliesslich Unterengstringen und Weiningen.
Ökumenisches Denken hält Einzug
1972 fasste das ökumenische Denken auch in Schlieren Fuss. Dies dokumentiert sich in der Durchführung von jährlichen Begrüssungsabenden für Neuzugezogene und in gemeinsamen Sitzungen der beiden Kirchenpflegen. An der Finanzierung der ökumenischen Kapelle im Spital Limmattal beteiligten sich die beiden Kirchgemeinden mit je 20 000.– Franken. Ferner erfolgte die Mitarbeit bei der Verwirklichung des Gemeinschaftszentrums «Stürmeierhuus».
1978 bot sich die Gelegenheit die Liegenschaft Uitikonerstrasse 32 zu erwerben um dort das lange diskutierte Pfarreizentrum St. Josef zu errichten. Fünf Jahre später konnte es im August 1983 seiner Bestimmung übergeben werden.
Arrondierung des Kirchenareals
Schon lange bestand der Wunsch, die Liegenschaft Uitikonerstrasse 43 zu erwerben, zur Arrondierung des Kirchenareals. Dies konnte im Dezember 1997 verwirklicht werden. Das Gebäude musste, nach der vermutlich durch Brandstiftung erfolgten teilweisen Zerstörung vom 27. Mai 1998, abgebrochen werden. Das Areal dient zur Zeit als Parkplatz.
2016
Von 2003-2016 war Schlieren Bestandteil des Seelsorgeraumes Dietikon-Schlieren, wobei der damalige Pfarrer von Schlieren sukzessive zuerst St. Josef Dietikon und dann St. Agatha Dietikon übernommen hat. Infolge des Wachsens des Seelsorgeraumes - insbesonders durch Schlieren - wurde der Seelsorgeraum auf den Sommer 2016 aufgelöst.
Schlieren umfasst nun mehr als 7000 Katholiken und entsprechend ist der Wunsch vorhanden ein grösseres Pfarreizentrum zu erhalten, das im Parterregeschoss alle Büroräumlichkeiten an der Uitikonerstrasse umfasst, im 1. Stock den Saal und im 2. Stock die verschiedensten Versammlungsräumlichkeiten. Die Planungen hierzu laufen auf Hochtouren.
Autor: Kurt Vogt     Bereitgestellt: 10.05.2016    
aktualisiert mit kirchenweb.ch